Der Schulbetrieb hat bereits kurz nach den Osterferien begonnen: Die Klassenzimmer sind eingerichtet, der Pausenhof wird genutzt, und die Kinder haben ihr neues Umfeld begeistert angenommen. Am Wochenende folgte die offizielle Einweihung mit einem Tag der offenen Tür, der auf großes Interesse stieß.

Für die Gemeinde stellt der Neubau ein herausragendes Projekt dar. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Bürgermeister Göll: „Es ist der größte Bau seit Errichtung der Reichsburg zu Beginn des 13. Jahrhunderts“. Die vergleichsweise kurze Bauzeit hob er besonders hervor: „Das ist Rekordzeit. Wer große Bauprojekte in unserem Land und in anderen Kommunen verfolgt, weiß, dass das nicht selbstverständlich ist“. Darüber hinaus betonte er die symbolische Bedeutung des Gebäudes: „Diese neue Grundschule ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Symbol. Ein Symbol für Fortschritt, für Mut, für den Glauben an unsere eigene Zukunft. Eine Investition in die Herzen und Hirne unserer Kinder.“

Besonders hob er die nachhaltige Bauweise hervor. Das Gebäude erfüllt den Passivenergie-Standard und ist mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage sowie einem Stromspeicher ausgestattet. „Denn wir bauen nicht nur Schulen. Wir bauen Zukunft“, so Göll. Zudem blieb das Projekt unter den veranschlagten Kosten: Statt der geplanten 13 Millionen Euro wurden nur etwa elf Millionen benötigt, wovon rund die Hälfte durch Fördermittel gedeckt ist. Weitere Unterstützung kam durch einen Zuschuss der Fraktionsinitiative von Volker Bauer, dem Kammersteiner Landtagsabgeordneten, der für die geplante Sportanlage verwendet werden soll.

Schulleiterin Melanie Grillenberger richtete sich direkt an die Schülerinnen und Schüler: „Diese Schule ist für euch gebaut. Ihr habt euch darauf gefreut, endlich mehr Platz zu haben: Platz zum Lernen, zum Spielen, zum Entdecken, zum Wachsen. Und genau diesen Raum bekommt ihr.“ Sie lobte die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und unterstrich die Vorteile des modernen Raumkonzepts: „Das Raumkonzept bietet die Freiheit, unterschiedliche pädagogische Ideen umzusetzen – flexibel, kreativ und zukunftsorientiert. Es schafft Orte für gemeinsames Lernen ebenso wie für individuelles Arbeiten.“ Für sie ist die Schule „nicht nur ein Ort des Unterrichts – sie ist ein Ort der Begegnung, der Entwicklung und der Inspiration. Ein Ort, an dem Kinder ihre Talente entdecken, an dem Neugier gefördert wird, an dem Gemeinschaft gelebt wird.“

Unter der Leitung von Anna Rodamer gaben anschließend die Klasse 2b und die Musik AG eine musikalische Einlage und sangen ein Dankeslied für all diejenigen, die beim Bau der Schule mitgeholfen hatten.

Architektin Pia Regner erläuterte die planerischen und technischen Aspekte. Das Projekt wurde seit 2019 entwickelt, später erweitert und erreicht inzwischen sogar den Plusenergie-Standard: „Das Gebäude erzeugt 22 000 Kilowattstunden mehr Energie, als es über das Jahr an Energie verbraucht.“ Sie hob die nachhaltige Bauweise und die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor und erklärte: „Entstanden ist ein Gebäude, das mit Licht durchflutet ist und großzügige Räume bietet für das Lernen nach neuen pädagogischen Konzepten.“

Auch Vertreter aus Politik und Schulverwaltung betonten die Bedeutung der neuen Einrichtung. Sie sehen darin eine wichtige Grundlage, um Kindern optimale Lernbedingungen zu bieten. Die vergleichsweise kleinen Klassen ermöglichen zudem eine besonders intensive Förderung. Pfarrerin Daniela März gab der Schule schließlich ihren Segen und ermutigte die Kinder: „Helft euren Mitschülern und habt offene Arme für alle, die anders sind“.

von links: Landrat Ben Schwarz, Landtagsabgeordneter Volker Bauer, Bürgermeister Göll, Planerin Pia Regner, Schulamtsdirektorin Antje Döllinger, Rektorin Melanie Grillenberger, Pfarrerin Daniela Merz, stellvertrender Landrat Walter Schnell

Unser neues Schulgebäude überzeugt durch helle Klassenzimmer, offene Lernbereiche, eine Bibliothek, einen Musikraum und einen großzügigen Pausenhof. Die bisherige Schule wird künftig zu einem modernen Kinderhort umgebaut. Für Bürgermeister Göll steht fest: „Ein echter Meilenstein“. Abschließend brachte er die Stimmung auf den Punkt: „Wir können uns freuen über diese schöne neue Schule, wir können glücklich, dankbar und sogar auch ein bisschen stolz sein!“

Im Anschluss hatten alle die Chance die neue Schule zu besichtigen. Schulleitung, Lehrkräfte, Bürgermeister Göll sowie Frau Regner standen bereit um die neuen Konzepte zu erklären und die räume zu zeigen. Die Rückmeldung von Kindern und Erwachsenen war übereinstimmend – was für eine wunderschöne, neue Schule!